Verstehen Hunde das BELLEN ihrer Artgenossen?

Bislang galt Bellen als eine dem Hund anerzogene Kommunikationform mit dem Menschen. Doch nun stellten Forscher um Péter Pongrácz von der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest fest, dass Hunde nicht nur über ihr Verhalten, ihre Mimiik und ihre Gerüche miteinander kommunizieren, sondern vermutlich auch über ihr Gebell. Die Forscher spielten den Hunden zwei verschiedene Bellversionen vor, wobei sich der Herzrhythmus in charakteristischer Weise änderte, sobald ein Hund beispielsweise vom Abwehrbellen zum Aufmerksamkeitsbellen wechselte. Die Forscher nahmen hierzu den Herzrhythmus der zuhörenden Tiere auf. Zunächst spielten Sie 25 Sekunden lang ein Abwehrbellen vor, wobei die Herzfrequenz der Zuhörer stark anstieg und sie ihren Kopf dem Lautsprecher zuwandten. Das Abwehrbellen wiederholten Sie zweimal: Die Zuhörer gewöhnten sich daran und die Herzfrequenz sank. Als Sie mit der vierten Einspielung ein Aufmerksamkeitsbellen folgen ließen, schlug das Herz wieder schneller. Zur Kontrolle spielten die Forscher auch andere Geräusche vor, etwa eine Bohrmaschine und einen brummenden Kühlschrank. Drauf reagierten die Hunde nicht.

(Quelle: PfotenTipps Ausgabe 1/2011)



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erstellt am 02.08.11